Naturpark Hohes Venn - Eifel

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Zum "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung" am 3. Dezember: Positive Bilanz der Projektinitiative "Eifel barrierefrei" im Naturpark

Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) ruft jedes Jahr den 3. Dezember zum „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ aus. Dieser Tag wird weltweit zu Aktionen und zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt, um die Ziele der vollen Teilnahme und Gleichstellung der Menschen mit Behinderung zu erreichen. Die WHO plädiert dafür, diese Menschen nicht alleine zu lassen, die weitest mögliche Integration sei vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Deutsch-Belgische Naturpark zieht anlässlich dieses Aktionstages eine positive Zwischenbilanz seiner Projektinitiative „Eifel barrierefrei“. Mit dieser Initiative fördert der Naturpark seit rund 3 Jahren das Natur- und Landschaftserlebnis für Menschen mit und ohne Behinderung. In der innovativen barrierefreien Internetdarstellung www.eifel-barrierefrei.de werden eine Vielzahl von Angeboten gebündelt und übersichtlich präsentiert, die sich auch besonders für Menschen mit Behinderungen eignen. Mehrere hundert Nutzer greifen täglich auf diese Informationen zurück. Die entsprechende Broschüre wurde in zwei Auflagen in den letzten beiden Jahren an rund 20.000 interessierte Menschen verteilt. Vor Ort wurde u. a. die Kakushöhle bei Mechernich für alle Menschen zugänglich gemacht. Eine Modellmaßnahme ist der „Barrierefreie Landschaftspfad“ (www.landschaftspfad.eifelhoehen-klinik.de) an der Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen. Insgesamt rund 200.000 Euro wurden hier investiert, damit alle Menschen die Natur und Kultur der Region mit allen Sinnen erleben können. Mit dem Nationalpark Eifel, der inzwischen ein umfangreiches und viel beachtetes Angebot hierzu entwickelt hat, besteht eine intensive Zusammenarbeit in dieser Thematik. In vielen Fällen war und ist der Naturpark für Kommunen, touristische Anbieter und verschiedenste Gruppen Informationsstelle, Ideengeber und Berater bei der Verbesserung des Erlebnisangebotes für Menschen mit Behinderung. Die breite und durchweg positive Bilanz bestätigt den Naturpark in seiner Arbeit. Neben zahlreichen Rückmeldungen Betroffner wurden Naturpark und Nationalpark für die Projektinitiative „Eifel barrierefrei“ mehrfach ausgezeichnet, z. B. mit dem „Deutschen PR-Preis 2005“ und mit dem „Euregionalen Umweltpreis 2005“. Bisheriger Höhepunkt der Anerkennung für den Naturpark war sicher der Besuch von Bundespräsident Horst Köhler in der Eifel vor einigen Wochen. Köhler würdigte mit der mehrstündigen Naturpark-Wanderung die erfolgreichen Bemühungen des Naturparks bei der Integration der Menschen mit Behinderung im Natur- und Landschaftserlebnis. Vom „Barrierefreien Landschaftspfad“ in Nettersheim-Marmagen wanderte der Bundespräsident mit einigen hundert Menschen, darunter auch Behindertengruppen bis zum Kloster Steinfeld. Der Deutsch-Belgische Naturpark wird sich auch weiterhin intensiv für die Belange der Menschen mit Behinderung in der Region Eifel einsetzen. Ein Schwerpunkt im kommenden Jahr wird die Barrierefreiheit in den zahlreichen Naturzentren der Eifel sein. Die vernetzende Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Region wie der Eifel Tourismus GmbH, dem Nationalpark Eifel, touristischen Anbietern und Behindertenverbänden wird dabei weiter ausgebaut. Vor dem Hintergrund des so genannten und viel zitierten „Demographischen Wandels“ – die Menschen werden immer älter und der Anteil der älteren Menschen immer größer – ist die Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen eine wichtige Zukunftsaufgabe und eine wertvolle Investition in die Zukunft. Weitere Informationen unter www.eifel-barrierefrei.de Foto: Bundespräsident Horst Köhler auf der Naturpark-Wanderung im Eifeler Naturpark im Oktober 2006.
 



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