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Im Netzwerk erfolgreich in die Zukunft

Eifeler Naturzentren legen bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt "Netzwerk Naturzentren" den Grundstein für die zukünftige intensive Zusammenarbeit.
Die Eifeler Naturzentren locken mit Ausstellungen und Programmen jährlich viele Hunderttausend Besucher in die Region, für die Schulen aus dem Großraum Köln/Bonn/Aachen bieten sie attraktive Ziele für Tagesausflüge und Klassenfahrten. Aktuelle Trends deuten auf ein stark zunehmendes Interesse von Ausflugsgästen und Bildungsträgern an landschaftsbezogenen Themen und Aktivitäten. Das Projekt "Netzwerk Naturzentren" wird Naturausstellungen, Besucherbergwerke und Programmanbieter für die zukünftigen Anforderungen von Tourismus und Bildungsmarkt stärken. Bei der Auftaktveranstaltung zum Projektstart im Nettersheimer Holzkompetenzzentrum Rheinland legten die 17 Partnerzentren den Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit. Der Naturpark Nordeifel e.V. hat die Projektidee entwickelt und ist nun verantwortlich für die Umsetzung. Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach hob die Bedeutung der Naturzentren für das touristische Angebot der Region hervor, aber: "Erst im Netzwerk werden die Stärken der einzelnen Einrichtungen optimal in Wert gesetzt." "Gemeinsame Besucherpotenziale Nutzen, neue Gäste gewinnen und als vielfältiges Gesamtangebot auf dem Markt präsent sein", so fasste Projektleiter Alexander Sobotta die Ziele der Kooperation zusammen. An Ideen mangelt es nicht. Als Beispiele nannten die Akteure eine gemeinsame Internetpräsenz, zielgruppengerechte Print-Produkte und die gegenseitige Darstellung in den Zentren. Darüber hinaus soll die gemeinsame Produkt-Entwicklung gefördert und Vermarktungspartnerschaften mit weiteren touristischen Leistungsträgern eingerichtet werden. Umfassende Unterstützung bei der Vermarktung erhalten die Zentren von der Eifel Tourismus GmbH. Das Projekt wird auch einen Beitrag zur Lösung individueller Probleme vieler Einrichtungen leisten. Zunehmend schwindende öffentliche Mittel machen ein Umdenken erforderlich, um langfristig Investitionen, Marketing und Personaleinsatz sichern zu können. Richard Häusler und Claudia Kerns vom Beratungsbüro stratum nannten viele erfolgreiche Beispiele für eine zukunftsorientierte strategische Ausrichtung von Naturzentren. Ein Thema liegt den Akteuren besonders am Herzen. Die Barrierefreiheit, d.h. die Zugänglichkeit der Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, soll verbessert werden. Dazu hat man sich einen kompetenten Partner ins Boot geholt. Die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo) e.V. berät die Projektmaßnahmen. NatKo-Vorsitzender Johann Kreiter betonte im Rahmen der Auftaktveranstaltung die enormen wirtschaftlichen Potenziale des barrierefreien Tourismus. Anerkennung erfuhr das "Netzwerk Naturzentren" bereits vor dem Projektstart. Im Februar wurde das Vorhaben von der UNESCO als "Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Den Bedarf nach einer Vernetzung der Naturzentren hat auch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW erkannt. Rund 152.000 Euro stellte es im Rahmen des NRW/EU Ziel 2 - Programms für die Maßnahme zur Verfügung. Mit weiteren 19.000 Euro beteiligt sich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt an den Gesamtkosten von etwa 190.000 Euro.
 



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