Das Wasser der Rureifel

Wer von der Rureifel spricht, denkt an das Wasserreservoir, das diese Teilregion mit ihren Talsperren vorhält. Rur, Urft, Olef, Kall, Perlenbach und Wehebach befördern bedeutende Trink- und Brauchwasservorräte, die in großen Teilen aus dem benachbarten, niederschlagsreichen Venngebiet gespeist werden. Das kalkarme Wasser hat, ähnlich wie in Eupen, zur Entwicklung einer historischen Tuchindustrie im malerischen Monschau beigetragen.
Der Rursee bezieht über die zufließenden Bäche Wasser aus der Oleftalsperre. Er liefert seinerseits mit seinem Obersee und dem Urftsee Wasser zur Aufbereitung an die Dreilägerbachtalsperre. Über die Trinkwasseraufbereitung dort können Sie sich bei einer Führung informieren.
Neben der Trinkwassergewinnung war in der ersten Hälfte des Jahrhunderts am Urftsee auch die Stromerzeugung von Bedeutung. Ein Zeugnis aus dieser Zeit ist das nostalgisch anmutende Jugendstilkraftwerk in Heimbach-Schwammenauel, das über einen Stollen durch den Kermeter Wasser aus dem Urftsee bezieht. Ein Besuch lohnt sich, es finden täglich Führungen statt.
Aus dem Urftsee und dem oberen Bereich des Rursees wird das für die Aufbereitung bestimmte Trinkwasser abgeleitet, daher sind diese Seebereiche für den Wassersport gesperrt. Nur elektrisch betriebene, toilettenfreie Touristenboote haben auf dem Obersee freie Fahrt. Der Untersee liefert Brauchwasser in den Dürener Raum. Er ist für Freizeit und Erholung gut erschlossen.
Die Talsperren der Rureifel müssen vielen Ansprüchen genügen: sie sollen Landschaft und Mensch vor Hochwasser schützen, Trinkwasser liefern, der menschlichen Freizeit und Erholung dienen und Lebensraum für ihre natürlichen Bewohner, die Pflanzen und Tiere sein. Diese gegenläufigen Interessen bedürfen einer Regelung und erfordern Rücksicht von allen Nutzern. Unsere Bitte: halten Sie die bestehenden Regeln in den jeweiligen Bereichen ein!
Der Naturpark bietet Veranstaltungen im Bereich der Rur an, die Nutzungsformen und Nutzungskonflikte zum Inhalt haben.






