Naturpark Hohes Venn - Eifel

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Besucherlenkung in den Naturschutzgebieten

Das Venn ist ein Besuchermagnet. Erholungssuchende erleben die außergewöhnliche Landschaft beim Wandern, Fahrradfahren und Skilanglauf. Hochmoore sind jedoch ungleich empfindlicher als andere Landschaftsteile. Um die Belastungen durch den Tourismus in Grenzen zu halten, hat man Lenkungsmaßnahmen für die drastisch gewachsenen Besucherströme getroffen.

Mit der Einführung der gestaffelten Zutrittsregelung im Jahre 1992 wurden die Naturschutzgebiete des Hohen Venns in B-, C- und D-Zonen gegliedert. Wer sie betritt, sollte die Zonierung achten und sich an folgende Regeln halten: Hunde und Fahrräder bleiben zu Hause. Die Wege werden nicht verlassen, es wird nicht geraucht, und kein Feuer angezündet. Seine Abfälle trägt der Besucher zum nächsten oder seinem eigenen Mülleimer zurück. Man vermeidet Lärm und lässt Tiere und Pflanzen in Ruhe. B-Zonen stehen tagsüber grundsätzlich allen Besuchern offen. Für eine Wanderung in der C-Zone muss man sich allerdings einem vom Ministerium der Wallonischen Region anerkannten Führer anschließen. Auskünfte erteilen die Besucherzentren im Venngebiet.

Wegen der Brutzeit der Birkhühner sind die C-Zonen fast jedes Jahr von Mitte März bis Ende Juni auch für Gruppen mit Führer gesperrt. D-Zonen sind für die Öffentlichkeit völlig unzugänglich.

Neben dieser gestaffelten Zutrittsregelung bedeutete Besucherlenkung auch eine Neuordnung der Wanderwege im Venngebiet. Wanderwege durch die intakten Hochmoore wurden gesperrt, Wege mit Aussichtplattformen und Informationstafeln wurden in weniger empfindlichen Bereichen neu angelegt.

Der Skilanglauf ist im Venngebiet nur auf Loipen erlaubt und in die Randbereiche oder außerhalb der Naturschutzgebiete in die Wälder verlegt. Die Instandhaltung der Loipen kostet Geld. Daher werden die Freizeitsportler hier über den Verkauf von Vignetten für die Loipenbenutzung zur Kasse gebeten.

Fahrradfahren ist nur noch außerhalb der Naturschutzgebiete in den umliegenden Wäldern auf einem ausgeschilderten Wegenetz möglich.

Feuer ist der größte Feind der Torfgebiete und kann zur Gefahr für Besucher werden. Bei trockenem Wetter werden daher alle Venngebiete mit Ausnahme des kleinen Poleûr Venns gesperrt. An ihren Zugängen werden dreieckige, rote Fahnen gehisst, die dem Besucher Gefahr und Sperrung anzeigen. Wanderungen müssen dann auf die angrenzenden Waldgebiete beschränkt werden.

Mit all diesen Maßnahmen wird im Venngebiet ein aufwendiger und umfassender Naturschutz zum Erhalt dieser Landschaft betrieben. Für seinen ökologischen Wert hat der europäische Rat in Straßburg dem Venn bereits im Jahre 1966 das "Diplom für Naturschutz" zuerkannt.



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