Naturpark Hohes Venn - Eifel

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Tiere im Hohen Venn

Das Hohe Venn beherbergt eine spezifische Fauna, die den extremen Bedingungen der Moore angepasst ist: an das kühle Klima, an die Nährstoffarmut und die Nässe des Bodens.

Viele der eng an diese extremen Bedingungen angepassten Lebewesen sind selten und vom Aussterben bedroht. Einige sind Überreste der letzten Kaltzeit. Während sie zu jener Zeit in unseren Regionen weit verbreitet waren, wanderten sie zu Beginn der gegenwärtigen Warmzeit in die arktischen und subarktischen (Tundra-) Gebiete des Nordens ab.

In unseren Breitengraden kommen sie nur noch in Form von isolierten Gruppen in Bergregionen vor.

Insekten

Zu den typischen Moor- und Heidebewohnern zählen auch viele Insekten.

Spinnen

Die Vierfleck-Kreuzspinne und die Gartenkreuzspinne, beide mit der charakteristischen Kreuzzeichnung auf dem Rücken, spinnen große Radnetze zwischen Sträuchern oder Grashalmen der Moorheiden.

Amphibien und Reptilien

Häufig anzutreffende Bewohner der Moore und Moorheiden sind Grasfrosch und Erdkröte. Der Grasfrosch kommt im Venngebiet in einer rostigen Farbvariante vor. Fadenmolch, Bergmolch und Kammmolch sind ebenfalls sind die drei hier vertretenen Molcharten.

Vögel

Auch das Birkhuhn wird als Relikt der letzten Kaltzeit angesehen. Am Ende dieser Zeit, vor etwa 10.000 Jahren, zog sich die Population oberhalb des 5. nördlichen Breitengrades zurück und lebt seitdem in der Taiga Nordeuropas (Norwegen, Schweden, Finnland) und Russlands.

Säugetiere

In unseren Regionen gibt es keine Säugetierart, die ausschließlich in Moorgebieten lebt. Doch äsen Waldtiere wie Rothirsch und Reh durchaus auch in den Moorheiden. Unter den Beutegreifern ist der Iltis der häufigste Moorbesucher, wo er Kleintiere und Amphibien fängt, gefolgt vom nah verwandten Hermelin, das die feuchte Umgebung weitaus besser verträgt als das ebenfalls verwandte Mauswiesel. Auch Füchse, die wesentlich zur Dezimierung der Birkhuhnküken beitragen, durchstreunen oft die Moorgebiete auf der Suche nach Nahrung.

Text: Carine Taffein

Bilder:

Aeshna subarctica, Anguis fragilis, Apodermus flavicollis, Circus cyanaeus, Lacerta vivipara, Tetrao tetrix
Pascal Ghiette

Anthus pratensis, Vulpes vulpes
Naturparkzentrum Botrange

Rana temporaria
Maria Pfeifer

Agroeca brunnea, Cicindela campestris
José Verkest

Araneus quadratus, Boloria aquilonaris, Dolomedes fimbriatus
Frank Wagner

 



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