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Siedlungsgeschichte: Neandertaler, Römer, Franken...

Kakushöhle
In Kalkgebieten sind Fließgewässer selten, und unter den zahlreichen Tälern, die die Kalkeifel durchschneiden, sind Trockentäler häufiger als Bachläufe. Das Wasser versickert in klüftigen, höhlenreichen und verkarsteten Gesteinen, löst dabei den Kalk und lagert ihn als chemisch verändertes Gestein, als Kalksinter, wieder ab.

Beeindruckend ist das Kalksintermassiv des Kartsteins bei Eiserfey. Vor mehr als 200.000 Jahren befand sich an der Stelle des Kartsteinfelsens ein Quellbereich mit üppigem Pflanzenbewuchs.

Über Jahrtausende floss das kalkhaltige Wasser über Moose und andere kleine Pflanzen, schied dabei den Kalk aus und erzeugte dieses Sintermassiv. Durch den Weyrerbach wurde darin ein Hohlraumsystem ausgewaschen, die heutigen Kakushöhlen. Funde von Höhlenbär und Wollnashorn sowie Kulturreste bezeugen, dass die Kakushöhlen in prähistorischer Zeit bewohnt waren.

Typisch für Kalkgebiete sind ergiebige Grundwasservorkommen mit starken Quellschüttungen, wie z.B. die Erftquelle oder die Ahrquelle in Blankenheim. Schon die Römer schätzten das Grundwasser der Kalkeifel und bauten eine über 90 Kilometer lange Wasserleitung nach Köln. Ausgrabungen aus der Römerzeit, darunter Tempel und große Gehöfte, sowie Funde aus der Frankenzeit geben Zeugnis unterschiedlicher Etappen Eifeler Siedlungsgeschichte und der Entwicklung der Kulturlandschaft.

In besonders leicht erfassbarer Weise wird die Siedlungsgeschichte in der archäologischen Ausstellung des Naturschutzzentrums Eifel in Nettersheim dargestellt. Daneben werden eine Reihe von Veranstaltungen zur Entwicklung der Eifeler Kulturlandschaft, sowie im speziellen auch zu Lebens- und Wirtschaftsweisen der Römer und Franken angeboten.



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