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Geschichtliches

Burg Reuland
Die ersten Besiedlungen sind entlang der bekannten Römerstraße Reims-Köln dokumentiert. Die Landnahme entwickelte sich stetig in den darauffolgenden Jahrhunderten und es entstanden die vielen Weiler, die heute noch das Landschaftsbild bestimmen.

Im südlichen Teil des Ourtals sind die Mauern der Häuser weiß verputzt. Zusammen mit den dunklen Schieferdächern verleiht dies den Dörfchen der Region ihr typisches Aussehen, das sich kontrastreich von den sanften Grüntönen der Wiesen absetzt.

Beachtlich auch die sakrale Architektur: die ursprünglichen Gebäude mit ihren unterschiedlichen Kirchturmformen erinnern häufig an ihre frühere Funktion als Wehrkirchen. Wer vom Wasser spricht, denkt auch an Wasserkraft: Viele alte Mühlen säumen die Ufer der Our und vermitteln einen Eindruck vom früheren wirtschaftlichen Geschehen der Region.

Die historischen Gebäude laden zu Entdeckungs- wanderungen ein, unter denen die Burg Reuland als das ansehnlichste Bauwerk einen Höhepunkt markiert. Ihr Ursprung geht vermutlich bis ins Mittelalter zurück, wo sie Schutz vor räuberischen Streifzügen der Normannen bot. Teile der Burgruine wurden im mittelalterlichen Zustand restauriert und bilden heute einen kulturellen und touristischen Anlaufpunkt.

Die Our wechselt zwischen belgischem und deutschem Staatsgebiet und markiert über größere Strecken bis zum Dreiländereck in Ouren die Grenze. 1977 wurde hier das Europadenkmal zum Gedenken an die Gründerväter der Europäischen Gemeinschaft (Robert Schumann, Konrad Adenauer, Josef Beck und Paul Henry Spaak) errichtet. Der einst trennende Grenzfluss wurde damit zum Bindeglied zwischen den Ländern. Mehrere grenzüber- schreitende Wanderpfade kreuzen diesen Ort.



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