Historischer Bergbau im Vennvorland

An den alten Häusern in den kleinen Dörfern des Vennvorlandes erkennt man das Gestein, das sonst unter dem Boden versteckt ist:
Der "Blaustein" ist das typische Baumaterial vieler alter Bauten, z.B. der Burg Raeren.
Dieser devonische und karbonische Kalkstein zeugt von einem Kapitel der älteren Erdgeschichte. In lokalen Steinbrüchen bauten die Menschen diesen Kalkstein ab, um ihn für die Industrie oder den eigenen Gebrauch zu brennen. Zeugnis über das Verfahren geben die restaurierten Kalköfen bei Walheim. Bemerkenswert sind die historischen Ortskerne einiger Dörfer wie Breinig, Venwegen und Raeren.
Kalkhaltiger Boden bedeutet eine bessere Lebensgrundlage für die Pflanzenwelt. Im Bereich der Kalkvorkommen finden Sie kleinräumige Naturschutzgebiete mit artenreichen Wäldern und Magerrasen, wie an den stillgelegten Steinbrüchen in Walheim.
Außerhalb der Kalkgebiete kann man saure, lehmige bis tonige Böden finden, auf deren Grundlage sich lokal ein historisches Töpferhandwerk entwickelte. Im 16. und 17. Jh. erlebte es eine Blüte und wurde mit den Raerener Töpfermeistern weltberühmt. Die Geschichte des Töpferhandwerks ist in den Töpfereimuseen Langerwehe und der Burg Raeren dokumentiert.






