Galmeiflora
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Das Vorkommen von Zink und Blei im Stolberger Raum beschert uns eine weitere ökologische Besonderheit: die Galmeiflora.
Einige Pflanzenarten haben im Laufe der Evolution gegenüber diesen Metallen, die für Pflanzen giftig sind, eine hohe Toleranz entwickelt. In großen Beständen kommt z.B. das Galmeiveilchen auf solchen Galmeiböden und ehemaligen Abraumhalden des Bergbaus vor. Einige dieser Gebiete, wie der "Schlangenberg", stehen heute unter Naturschutz. Über den historischen Zink- und Bleiabbau in diesem Gebiet und über die Besonderheiten der Naturschutzgebiete informiert Sie eine Ausstellung des Eifel- und Heimatvereins in Breinigerberg. Von hier aus werden Führungen zu den Naturschutzgebieten und historischen Bergbaugebieten angeboten.
Neben Blei und Zink wurde in der Eifel schon in vorchristlicher und römischer Zeit Eisen gewonnen. Wahrscheinlich ist es für Sie als Besucher heute sehr schwer vorstellbar, daß die stillen, idyllischen Bachtäler vor einigen Jahrhunderten vom Qualm der Schmelzöfen und dem Lärm der Hammerwerke erfüllt waren. Die Bauern sammelten Eisenstein auf den Feldern, deckten damit ihren Eigenbedarf und verschafften sich einen Nebenverdienst.
Ortsnamen wie "Mulartshütte" verweisen auf Namen wallonischen Ursprungs wie Maulart oder Moulart, und deuten auf den "Reydtmeister", den Hüttenmeister des ehemals ortsansässigen Hüttenwerkes hin. Im Vichttal bietet der Naturpark unter fachkundiger Anleitung Führungen an, bei denen nach Überrresten dieses historischen Bergbaus gesucht wird.






