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Wasser im Vennvorland

Gileppe-Talsperre

Drei Talsperren des imposanten Wasserreservoirs im Naturpark liegen im Vennvorland. Sie werden von zahlreichen Bächen mit Wasser aus dem niederschlagsreichen Venngebiet und der Rureifel gespeist. Trink- und Brauchwassergewinnung genießen hier absolute Priorität, daher sind hier Baden und Wassersport nicht erlaubt. Dafür werden Sie jedoch durch beeindruckende Landschaftsbilder mit ausgedehnten Wäldern und stillen Seen entschädigt.

Urftsee (Foto: Conrad Franz)
Rursee (Foto: Peter Stollenwerk)
Oleftalsperre (Foto: Uwe Dahm)

In jedem Fall lohnt sich ein Besuch. Die Gileppe-Talsperre versorgt den Raum bei Verviers mit Trink- und Brauchwassser. Als älteste Talsperre im Naturpark mit einem modernen Aussichtsturm und gastronomischem Angebot lädt sie zum Verweilen ein. Führungen finden auf Anfrage statt.

Auch die Aufbereitungsanlage der Wesertalsperre ist für Besucher nach Anmeldung offen. Die Wesertalsperre liefert Trinkwasser bis weit in den Lütticher Raum.

Außerdem zeigt ein Wasserlehrpfad an der Staumauer die wichtigsten Etappen der Trinkwassergewinnung. Das Wasser der Weser war unentbehrlich für Eupens historische Entwicklung. Die weiche Qualität des Wassers aus dem benachbarten Hohen Venn eignete sich besonders gut zur Wollreinigung und -verarbeitung.

Hier entstand ab dem 16. Jahrhundert eine Textilindustrie, die die Schafwolle aus dem Eifel- und Venngebiet verarbeitete, später aber auch feinere Wolle importierte. Zu ihrer Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert gaben in Eupen 42 Fabriken nahezu 5000 Arbeitern Brot und Arbeit. Nach dem Niedergang der Textilindustrie im 19. Jahrhundert bestimmen heute die würdigen Patrizierhäuser der einstigen Fabrikanten das Bild der alten Straßenzüge des Grenzstädtchens.

Im Vergleich zur Gileppe- und Wesertalsperre erscheint die Dreilägerbachtalsperre auf deutscher Seite vergleichsweise klein. Dennoch versorgt sie den südlichen Kreis Aachen bis ins niederländische Vaals mit Wasser aus dem Hohen Venn und der Rureifel. Über Bäche und unterirdische Stollen bezieht sie zusätzliches Wasser aus der Kalltalsperre, dem Rursee, dem Urftsee sowie der Oleftalsperre. Die Aufbereitungsanlage der Dreilägerbachtalsperre gewährt für Einzelpersonen bei einer Führung für Besuchergruppen auf Anfrage Einblick in ihre Technik.



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