Kohlenmeiler und Sägemühle
Wer aufmerksam durch die Wälder der Eifel spaziert, kann dort häufig die Spuren menschlicher Aktivitäten und historischer Handwerke finden. Gelegentlich erkennt man auf dem Waldboden die kreisrunden Silhouetten von ehemaligen Meilerplätzen. Überreste von Wehren an Bächen kennzeichnen ehemalige Mühlenstandorte.
Solche Funde dokumentieren ein Stück dörflicher Geschichte und sind Zeitzeugen vergangener Lebens- und Arbeitsweisen. In neuerer Zeit werden diese Spuren der lokalen Vergangenheit in der Eifel aufgearbeitet und dokumentiert, und können besucht werden.
Ein anschauliches Beispiel dafür ist der Waldlehrpfad in Rohren bei Monschau. Hier gibt es historische Arbeitsgeräte, einen aufgeschichteten Schaumeiler und eine wasserbetriebene Sägemühle. Förster Drevermann erklärt die Funktionsweise der Energieübertragung der Anlage:
Wasser wird vom Kluckbach zugeleitet. Die aus dem Gefälle stammende Wasserkraft treibt das Wasserrad an. Da das Wasser von oben über die Schaufelkammern geleitet wird, ist das Rad ein "oberschlächtiges" Wasserrad. Rhythmisch klatschend füllt das Wasser die Kammern des Rades: "es klappert die Mühle..." Eine Achse führt vom Mittelpunkt des Rades durch die Wand der Mühle und treibt im Innern Zahnräder an. Eine Übersetzung bewegt die angeschlossenen Werkzeuge. Vielfältig Werkzeuge hat es früher in der Eifel gegeben: Sägen für die Holzbearbeitung, Mahlwerke für Getreide und Ölfrüchte oder große Hämmer zum Schmieden von Eisen. Hier in der historischen Sägemühle von Rohren werden Baumstämme durch das rhythmische Auf und Ab eines Sägegatters der Länge nach in Bretter zerteilt.
Doch nicht nur zur Gewinnung von Werk-, Bau- und Möbelholz wird und wurde der Wald genutzt, früher musste er auch Energie für die Aufbereitung von Eisenerz liefern.
Seit etwa dem 16. Jahrhundert wurde Holzkohle in größeren Mengen für das Schmelzen von Eisenerz benötigt, da sie bei Verbrennung größere Hitze als Holz liefert. Das Holz wurde den natürlichen Buchenwäldern entnommen und in Meilern verkohlt. Der Rohrener Schaumeiler mit seinem kuchenförmigen Ausschnitt zeigt zwei "Gesetze", d.h. Schichten von senkrechten, etwa meterlangen Scheiten mit dem zentralen Befeuerungsschacht, durch den der Meiler mit Glut beimpft wurde. Die äußere Schicht aus Laub und Kohlerde diente der Abdichtung, damit das Holz nicht verbrannte, sondern durch den entstehenden Sauerstoffmangel langsam verkohlte.
Die Köhlerei war für die Buchenwälder der Eifel fatal und ließ am Ende des 18. Jahrhunderts große, ausgelaugte Kahlflächen übrig. Daher wurden die Flächen im vergangenen Jahrhundert mit anspruchslosen und schnellwüchsigen Fichten bepflanzt, die heute unser Waldbild prägen. Die Köhlerei hat somit das heutige Landschaftsbild der Eifel entscheidend mitgestaltet.
Ein anschauliches Beispiel dafür ist der Waldlehrpfad in Rohren bei Monschau. Hier gibt es historische Arbeitsgeräte, einen aufgeschichteten Schaumeiler und eine wasserbetriebene Sägemühle. Förster Drevermann erklärt die Funktionsweise der Energieübertragung der Anlage:
Wasser wird vom Kluckbach zugeleitet. Die aus dem Gefälle stammende Wasserkraft treibt das Wasserrad an. Da das Wasser von oben über die Schaufelkammern geleitet wird, ist das Rad ein "oberschlächtiges" Wasserrad. Rhythmisch klatschend füllt das Wasser die Kammern des Rades: "es klappert die Mühle..." Eine Achse führt vom Mittelpunkt des Rades durch die Wand der Mühle und treibt im Innern Zahnräder an. Eine Übersetzung bewegt die angeschlossenen Werkzeuge. Vielfältig Werkzeuge hat es früher in der Eifel gegeben: Sägen für die Holzbearbeitung, Mahlwerke für Getreide und Ölfrüchte oder große Hämmer zum Schmieden von Eisen. Hier in der historischen Sägemühle von Rohren werden Baumstämme durch das rhythmische Auf und Ab eines Sägegatters der Länge nach in Bretter zerteilt.
Doch nicht nur zur Gewinnung von Werk-, Bau- und Möbelholz wird und wurde der Wald genutzt, früher musste er auch Energie für die Aufbereitung von Eisenerz liefern.
Seit etwa dem 16. Jahrhundert wurde Holzkohle in größeren Mengen für das Schmelzen von Eisenerz benötigt, da sie bei Verbrennung größere Hitze als Holz liefert. Das Holz wurde den natürlichen Buchenwäldern entnommen und in Meilern verkohlt. Der Rohrener Schaumeiler mit seinem kuchenförmigen Ausschnitt zeigt zwei "Gesetze", d.h. Schichten von senkrechten, etwa meterlangen Scheiten mit dem zentralen Befeuerungsschacht, durch den der Meiler mit Glut beimpft wurde. Die äußere Schicht aus Laub und Kohlerde diente der Abdichtung, damit das Holz nicht verbrannte, sondern durch den entstehenden Sauerstoffmangel langsam verkohlte.
Die Köhlerei war für die Buchenwälder der Eifel fatal und ließ am Ende des 18. Jahrhunderts große, ausgelaugte Kahlflächen übrig. Daher wurden die Flächen im vergangenen Jahrhundert mit anspruchslosen und schnellwüchsigen Fichten bepflanzt, die heute unser Waldbild prägen. Die Köhlerei hat somit das heutige Landschaftsbild der Eifel entscheidend mitgestaltet.







