
Im Reich von Uhu und Schwarzspecht
Das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet der Rureifel liegt auf dem Kermeter. 3.100 Hektar Fläche dieses mächtigen Bergrückens am Rursee bilden das größte Waldnaturschutzgebiet Nordrhein-Westfalens.
"Das Schiefergestein im Untergrund bildet leicht saure Böden, auf denen eine charakteristische Gräserart der Buchenwälder vorkommt: die Weiße Hainsimse", erläutert Biologe Oliver Krischer seinen Besuchern. Nachdem er auf die wichtigsten Merkmale des Naturschutzgebietes hingewiesen hat, stellt er die gefiederten Bewohner vor.
"Hier auf dem Kermeter gibt es noch alte Baumriesen und abgestorbene Bäume - ein Vogelparadies mit idealen Brutbedingungen für Spechte. Spechte benötigen für Nahrungssuche und Nestbau alte Wälder mit viel Totholz. Denn das Höhlenmeißeln ist harte Arbeit und geht am leichtesten bei kranken oder toten Bäumen", erläutert der Ornithologe. Neben den Buntspechten kommen auch die selteneren Schwarzspechte auf dem Kermeter vor.
Jetzt, Anfang Mai, sind die Zugvögel zurückgekehrt und haben weitgehend ihre Reviere in den Wäldern besetzt. Die Männchen sind zu dieser Zeit sehr damit beschäftigt, lautstark durch Gesang ihren Gebietsanspruch zu erklären. Kuckuck, Hohltaube, Kleiber, Baumläufer und Waldlaubsänger sind in einem vielstimmigen Frühlingskonzert zu hören.
Paradies für Greife
Doch auch die freundlichen Sänger haben ihre Feinde. Die Besucher richten ihre Ferngläser auf den Greifvogel, der den Weg überfliegt und in den Baumwipfeln verschwindet. Deutlich war das grau-weiße Streifenmuster auf seiner Brust zu erkennen. Er hielt Beute in seinen Fängen. "Das war ein Sperber. Sie ernähren sich von den kleineren Singvögeln des Waldes und der angrenzenden offenen Flächen", kommentiert der Vogelkundler.
Auch Habichte und Bussarde nisten hier. Im letzten Jahr hat auf dem Kermeter sogar ein Paar des seltenen Wespenbussards gebrütet. Dieser Greifvogel ist ein hochspezialisierter Insektenfresser, der Wespen- und Hornissennester ausgräbt. Er ist ein Zugvogel, da er im Winter natürlich in unseren Breiten keine Insekten findet.
Und noch eine besondere Rarität hat der Kermeter zu bieten: In den steil abfallenden Schieferfelsen brütet unsere größte europäische Eule, der Uhu. Das Tier wurde in den 50iger Jahren hier im Rurtal ausgerottet und 20 Jahre später wiedereingebürgert. Besondere Schutzmaßnahmen ermöglichen heute die erfolgreiche Vermehrung der Tiere. Da die Uhus nachtaktiv sind, ist es höchst unwahrscheinlich, sie jetzt am Tag zu beobachten, doch der Biologe hat Bilder mitgebracht und berichtet: "Die Balzzeit ist bereits Ende Januar. Dann kann man in der Dämmerung ihre auffälligen Rituale und Flugmanöver mit lauten Rufen über dem See beobachten".
"Hier auf dem Kermeter gibt es noch alte Baumriesen und abgestorbene Bäume - ein Vogelparadies mit idealen Brutbedingungen für Spechte. Spechte benötigen für Nahrungssuche und Nestbau alte Wälder mit viel Totholz. Denn das Höhlenmeißeln ist harte Arbeit und geht am leichtesten bei kranken oder toten Bäumen", erläutert der Ornithologe. Neben den Buntspechten kommen auch die selteneren Schwarzspechte auf dem Kermeter vor.
Jetzt, Anfang Mai, sind die Zugvögel zurückgekehrt und haben weitgehend ihre Reviere in den Wäldern besetzt. Die Männchen sind zu dieser Zeit sehr damit beschäftigt, lautstark durch Gesang ihren Gebietsanspruch zu erklären. Kuckuck, Hohltaube, Kleiber, Baumläufer und Waldlaubsänger sind in einem vielstimmigen Frühlingskonzert zu hören.
Paradies für Greife
Doch auch die freundlichen Sänger haben ihre Feinde. Die Besucher richten ihre Ferngläser auf den Greifvogel, der den Weg überfliegt und in den Baumwipfeln verschwindet. Deutlich war das grau-weiße Streifenmuster auf seiner Brust zu erkennen. Er hielt Beute in seinen Fängen. "Das war ein Sperber. Sie ernähren sich von den kleineren Singvögeln des Waldes und der angrenzenden offenen Flächen", kommentiert der Vogelkundler.
Auch Habichte und Bussarde nisten hier. Im letzten Jahr hat auf dem Kermeter sogar ein Paar des seltenen Wespenbussards gebrütet. Dieser Greifvogel ist ein hochspezialisierter Insektenfresser, der Wespen- und Hornissennester ausgräbt. Er ist ein Zugvogel, da er im Winter natürlich in unseren Breiten keine Insekten findet.
Und noch eine besondere Rarität hat der Kermeter zu bieten: In den steil abfallenden Schieferfelsen brütet unsere größte europäische Eule, der Uhu. Das Tier wurde in den 50iger Jahren hier im Rurtal ausgerottet und 20 Jahre später wiedereingebürgert. Besondere Schutzmaßnahmen ermöglichen heute die erfolgreiche Vermehrung der Tiere. Da die Uhus nachtaktiv sind, ist es höchst unwahrscheinlich, sie jetzt am Tag zu beobachten, doch der Biologe hat Bilder mitgebracht und berichtet: "Die Balzzeit ist bereits Ende Januar. Dann kann man in der Dämmerung ihre auffälligen Rituale und Flugmanöver mit lauten Rufen über dem See beobachten".

