Zur Textnavigation
Inhalt anzeigen

Kontrast: hell dunkel
Schriftgröße light
Deutsch Francais Sprache wechseln
Sie sind hier : Landschaften - Hocheifel
 Schieferplatte mit Eisenoxidspuren

Schiefer


In schwärzlichen, grau-braunen oder rötlichen Farbtönen formt der Schiefer in flachen Schichtungen oder steilen Falten das Landschaftsbild der Rur- und Hocheifel.. Die dramatischen Ereignisse urzeitlicher Erdgeschichte lassen sich im Eifeler Schiefergebirge wie in einem Geschichtsbuch aufblättern.

Mit dem Taschenmesser kann man leicht Schicht für Schicht des Schiefers abheben und viele Jahrtausende wie im Zeitraffer durchqueren.

In den Schichten aus Sandstein und Tonschiefer lassen sich noch die Rippelmarken vom Strand des einstigen Eifelmeeres erkennen. Demzufolge lag auch das heutige Hellenthal damals unter dem Meeresspiegel. Gelegentlich findet man in solchen Sandsteinschichten "Bonifazius-Pfennige" - Überreste von fossilen Seelilien, außerdem Abdrücke von Muschelschalen und anderen Meerestieren der Urzeit.

Deutlich ist die Wellenform der Falten in den freigelegten Gesteinsschichten an der Oleftalsperre zu erkennen - ein plastischer Eindruck der ungeheuren Erdkräfte, die hier wirkten. Mineraloge Hans-Georg Brunemann hilft, die Beobachtungen zu deuten: die Gebirge des damaligen "Old Red"- Kontinents wurden vor rund 400 Millionen Jahren durch Verwitterung abgetragen und über die Flüsse in das devonische Eifelmeer transportiert. Am Meeresgrund lagerten sich die Überreste ab und wurden durch die Bewegungen der Erdkruste gepresst, gefaltet und emporgehoben.

In den Schichten aus Sandstein und Tonschiefer lassen sich noch die Rippelmarken vom Strand des einstigen Eifelmeeres erkennen. Demzufolge lag auch das heutige Hellenthal damals unter dem Meeresspiegel. Gelegentlich findet man in solchen Sandsteinschichten "Bonifazius-Pfennige" - Überreste von fossilen Seelilien, außerdem Abdrücke von Muschelschalen und anderen Meerestieren der Urzeit.

Etwas abseits der Talsperre führt die Radtour zu einer ehemaligen Schiefer-Abbau-Stätte. Hier wurde in einem kleinen Stollen Dachschiefer für die Häuser und Dächer gewonnen. Der Stolleneingang ist heute mit Grundwasser gefüllt, aber dennoch deutlich zu erkennen. Die Plätze, wo die Schindeln behauen wurden, sehen mit ihren Bruchstück-Haufen noch so frisch aus, als machten die Arbeiter, die hier bis in die 30iger Jahre unseres Jahrhunderts tätig waren, nur mal eben Mittagspause.

 



nach oben