Lebensraum "Niedermoor"
In nassen Gebieten am Rande von Bächen oder im Einflussbereich von Quellen variiert die Mächtigkeit der Torfschicht zwischen 50 und 150 cm.
Im solchen Niedermooren erreichen die Pflanzenwurzeln noch Nährstoffe aus dem mineralische Boden, im Gegensatz zum Hochmoor, wo die Pflanzen ausschließlich im Torf eingewurzelt sind und sich nur über das Regenwasser ernähren können.
In diesem stets durchnässten Lebensraum dominieren die Sumpfpflanzen: das Sumpf-Veilchen, das Blutauge, die Sumpf-Kratzdistel, das Sumpfweideröschen, der Schlangen-Knöterich, die Moorlilie, begleitet von Seggen und Binsen.
Auch das Niedermoor ist eine halbnatürliche Landschaft, entstanden durch das Abholzen der sumpfigen Erlenwälder. Seitdem der Mensch die landwirtschaftliche Nutzung unterlässt, wachsen Weiden und Erlen an solchen Stellen allmählich wieder nach.


