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Sie sind hier : Landschaften - Kalkeifel
Blütenteppich aus Bärlauch

Naturschutzgebiete "Achenlochhöhle" und "Stolzenburg"

Bevor der Wald im Frühling sein Blätterdach ausbildet und den Waldboden während des Sommers beschattet, nutzen viele Bodenpflanzen die sonnige Gelegenheit von März bis Mai, um zu blühen und Samen zu bilden. Dabei verwandelt sich der Waldboden für kurze Zeit in einen prachtvollen Blütenteppich.

Vor allem in der Kalkeifel, wo die Niederschlagsnässe sich nur selten stauen kann und der Boden sich daher schnell aufwärmt, sind die Bodenpflanzen in den Wäldern besonders artenreich. Weiße Buschwindröschen, violette Veilchen, leuchtend gelbe Schlüsselblumen, rosa Lerchensporn und schwarzglänzende Einbeeren sprenkeln den Waldboden mit bunten Farben. An manchen Stellen findet man weiße Teppiche aus würzig duftendem Bärlauch.

Ökologisch besonders wertvoll sind die Naturschutzgebiete an der Stolzenburg und der Achenlochhöhle. In den lichten Eichenwäldern kommt die Elsbeere vor, eine Baumart, die nur in wärmeren Gebieten auftritt, wie auch die krautige Färberscharte und der blaurote Steinsame. Solche Arten sind im Mittelmeerraum und den südostasiatischen Steppen beheimatet. Etwa ein Drittel des Artenbestandes hier ist wärmeangepasst. Das Vorkommen dieser Pflanzengemeinschaft macht diese beiden Naturschutzgebiete überregional bedeutend.

Verteilt in den Wäldern findet man blütenreiche Kalkmagerrasen, in denen Mannsknabenkraut und andere Orchideen vorkommen. Gebüschsäume mit Berberitze und Liguster bilden die Übergangsbereiche zwischen Wald und Wiese. Nicht nur die Wälder, auch die Felsbiotope bieten außerordentliche Vorkommen an seltenen Pflanzen. Steil abfallende Vorsprünge werden von Zwergmispel und Felsenbirne besiedelt.

 



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