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Stromberg

Eine Zeitreise in die Erdgeschichte der Kalkeifel

Geologische Ausflüge in der Eifel bedeuten immer eine Zeitreise in die Erdgeschichte. Wenn man die Landschaft verstehen will, braucht man sichtbare Zeugnisse und anschauliche Beispiele für die unvorstellbar langen Zeiträume ihrer Entwicklung.

Bei Ripsdorf, am Rande der Dollendorfer Kalkmulde, erhebt sich - wenig beachtet, doch erdgeschichtlich bemerkenswert - der Stromberg, ein erloschener Vulkan. In geologischen Zeiträumen bemessen, ist dieser Berg im Süden von Blankenheim viel jünger als seine Umgebung. Der Vulkan war "erst" vor ungefähr 30 Millionen Jahren das letzte Mal aktiv. Die Spuren jener Zeit sind heute noch sichtbar. Das Magma des Vulkans blieb beim Ausbruch in dem engen Schlot stecken, nachdem Asche und Gase entwichen waren. Heute ist die Kuppe verwittert und abgeflacht. Kleinere oder größere Basaltblöcke finden sich an den Wegböschungen des Schafbachtals.

Hier im Schafbachtal befand sich außerdem die Grube "Oskar", in der bis in die 30iger Jahre unseres Jahrhunderts Roteisenstein abgebaut wurde. Die dünnen Flöze sind noch deutlich im anstehenden Gestein erkennbar.

Bei der weiteren Wanderung durch die Dollendorfer Kalkmulde erläutert Mineraloge Hans-Georg Brunemann: Kalkstein und kalkhaltige Böden kommen nicht überall in der Kalkeifel vor, sondern nur in begrenzten Gebieten, den "Eifeler Kalkmulden". Die Kalkmulden gingen aus der Eifeler Meeresstraße hervor, die vor etwa 370 Millionen Jahren hier an dieser Stelle als tropisches Flachwasser mit Korallenriffen existierte. Und tatsächlich sind an vielen Stellen bei genauerem Hinsehen versteinerte Korallen, Brachiopoden und andere Tiere zu entdecken - die sichtbaren Spuren eines tropischen Meeres mitten in der Eifel.

 



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