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Sie sind hier : Landschaften - Kalkeifel
 Spalthöhlen zwischen den Dolomitblöcken der Schönecker Schweiz

Höhlen in der Prümer Kalkmulde


Die Eifeler Kalkmulden mit ihrer überreichen Tier und Pflanzenwelt und ihren geologischen Besonderheiten haben der "Kalkeifel" ihren Namen gegeben. Unter Geologen ist die Prümer Kalkmulde die bekannteste.

In der Prümer Kalkmulde liegt das Tal des Schalkenbachs mit seinen hoch aufragenden Dolomitfelsen, aufgrund derer es den Namen "Schönecker Schweiz" trägt. Dieses bedeutende Naturschutzgebiet und das Tal des Altburger Bachs sind sowohl von der Tier- und Pflanzenwelt als auch von der Geologie ein Naturschutzgebiet von besonderem Interesse. Sie zeigen als typische Bestandteile der Kalkeifel charakteristische Verkarstungserscheinungen. Verkarstungen treten auf, wenn sich der Kalk des Untergrundgesteins über die Jahrhunderte und Jahrtausende im Wasser auflöst und dadurch Hohlräume entstehen. Solche Hohlräume können auf verschiedene Weise in Erscheinung treten.

Bachschwinden und Dolinen

So können sie unter Bachläufen vorkommen, wobei der Bach plötzlich durch die bis an die Oberfläche reichenden Löcher und Klüfte versickert. Solche Stellen heißen bezeichnenderweise "Bachschwinden". Der Bach tritt dann meist an anderer Stelle wieder aus, entweder im selben Bachlauf oder als stark schüttende Quelle an einem ganz anderen Ort. Derartige Vorkommen zeigt der Schalkenbach gleich mehrfach.

Ein anderes Phänomen sind die Dolinen. Sie sind kleinere oder größere, meist kreisrunde, kraterförmige Einbrüche der unterirdischen Hohlräume an der Erdoberfläche. Eine solche findet sich im Tal des Altburger Bachs.

Höhlen

Reizvoll sind auch die zahlreichen kleineren Höhlen in den aufragenden Dolomitfelsen. Mehrere Meter lange Spalten zwischen Felsen, deren Ende überdacht ist, nennt man Spalthöhlen. Sie sind kleine Paradiese für Pflanzen und Tiere. Hier finden Fledermäuse in engen Ritzen ein Tagesquartier oder Sperber und Habichte einen Ansitz, auf dem sie ihre Beute verzehren. Wie weiße Säckchen hängen die lampionförmigen Kokons der Höhlenkreuzspinnen unter kleinen Vorsprüngen.

Die senkrecht abfallenden, lichtexponierten Außenflanken solcher Spalthöhlen sind mit Streifen- und Tüpfelfarnen bewachsen und haben ihre eigene Moos- und Flechtenflora.

Kalksinter

Von besonderem Reiz sind auch die geschlosseneren Höhlen wie die Hohllay. Hier finden sich Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge im Herbst ein, um zu überwintern. Die größeren Tiefen solcher Höhlen sind Überwinterungsquartiere seltener Fledermausarten und zu deren Schutz mit Gattern abgesperrt.

Bei der Verkarstung wird der Kalk nicht nur aus dem Gestein herausgelöst, so dass sich Hohlräume bilden, sondern auch in chemisch veränderter Form im Laufe der Jahrtausende wieder abgelagert. Solche Ablagerungen heißen "Sinter". Sie können wunderschöne Formen annehmen und sind in manchen Höhlen wie der Hohllay als aufgelagerte Schichten erkennbar.

 



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