Zur Textnavigation
Inhalt anzeigen

Kontrast: hell dunkel
Schriftgröße light
Deutsch Francais Sprache wechseln
Sie sind hier : Landschaften - Vennvorland
Geleerter Sandfilter

Unser Trinkwasser

Wenn's regnet, stöhnen die einen, und die anderen freuen sich. Denn das Trinkwasser der Eifel wird aus den Niederschlägen des Hohen Venns und der nördlichen Eifel in Talsperren gesammelt und aufbereitet.

Der Niederschlagsreichtum dieses Gebietes war für den Talsperrenbau zwischen der Jahrhundertwende und den 1950er Jahren von ausschlaggebender Bedeutung. Durch Talsperren können in wasserreichen Zeiten die beachtlichen Niederschläge gespeichert werden, in wasserarmen Zeiten bleiben durch die großen Speicher Brauch- und Trinkwassernutzung gewährleistet.


Es gibt verschiedene Wege der Trinkwassergewinnung: aus Brunnen, die das Grundwasser oder in der Erdkruste eingeschlossene Wasservorräte anzapfen, aus dem Uferfiltrat großer Flüsse oder aus dem Oberflächenabfluss der Landschaft, der dann in Talsperren aufgefangen wird. Alle diese verschiedenen Formen der Trinkwassergewinnung sind mit typischen Risiken verbunden. Bei der Gewinnung aus Talsperren müssen diese durch Maßnahmen des Landschafts- und Gewässerschutzes abgefangen werden.


In Belgien sorgen die Gileppe- und die Wesertalsperre am Vennrand für Trinkwasser bis in den Lütticher Raum. Auf der deutschen Seite versorgt die kleinere Perlenbachtalsperre das Monschauer Gebiet, die Wehebachtalsperre liefert Wasser in den Raum Eschweiler. Eine der größten Wasseraufbereitungsanlagen der Eifel befindet sich an der Dreilägerbachtalsperre. Die dortige Wasseraufbereitungsanlage versorgt große Teile des Kreises Aachen.


Dazu bezieht sie über oberirdische Zuflüsse und unterirdische Stollen Wasser aus anderen Talsperren. Von Rurberg aus wird durch einen Stollen Wasser zur benachbarten Kalltalsperre gepumpt, die das Wasser zur Dreilägerbachtalsperre weiterleitet. Über die Flüsschen Urft und Olef ist die Dreilägerbachtalsperre letztendlich ebenfalls mit der Oleftalsperre verbunden.


Bei der Aufbereitung zum Trinkwasser müssen Trübstoffe und Eisen aus dem Talsperrenwasser entfernt werden, der pH-Wert eingestellt und Bakterien abgetötet werden. Das Trinkwasser der Eifel zeichnet sich durch seinen weichen Charakter aus und enthält sehr wenig Kalk. Es ist daher hervorragend zum Teekochen geeignet und schont elektrische Geräte wie Kaffee-, Spül- und Waschautomaten.


Beeindruckend sind die technischen Anlagen der Aufbereitungsanlagen. Die verwendeten Rohre, Behältnisse und Becken sind von gigantischen Ausmaßen.

 



nach oben