Die Wesertalsperre
Die Wesertalsperre in Eupen stellt täglich 82.500 m3 aufbereitetes Wasser bereit.
Technische Daten:
Oberfläche des Stausees: 126 ha
Fassungsvermögen des Stausees: 25.000.000 m3
Krone der Staumauer: 362 m über NN
Kronenlänge: 410 m
Mauerhöhe mit Fundament: 66 m
Größe des Wassereinzugsgebietes: 6.920 ha sowie 3.675 ha aus der Hillzuleitung
Die Stauanlage
Die Wesertalsperre in Eupen stellt täglich 82.500 m3 aufbereitetes Wasser bereit. Von den Entnahmestellen im Bereich der Trinkwasserzuleitung Eupen-Grâce-Hollogne aus werden folgende Ortschaften versorgt:
- die Bevölkerung und Industrie im Herver Land und im Großraum Lüttich (ohne Lüttich Stadt)
- der Bereich der Universität Lüttich (Sart-Tilman)
- die Stadt Spa und die Hochlagen des Großraums Verviers
Die Staumauer ist eine Gewichtsstaumauer. Ihre Masse allein reicht aus, um dem Druck des gestauten Wassers standzuhalten. Der Stausee wird im Wesentlichen von Weser und Getzbach sowie deren Nebenbächen gespeist. Zusätzlich wird der Wasserbedarf durch eine Zuleitung durch einen 1.200 m langen Tunnel aus dem Hilltal gedeckt.
Wasserentnahme
Die Wasserentnahme erfolgt über zwei Druckrohre von 900 mm Durchmesser. Sie liegen auf einer Höhe von 324 m über NN und werden durch einen unter dem Hochwasserüberlauf gelegenen Tunnel zur Aufbereitungsanlage geleitet. Weiterhin gibt es in der Mauer zwei Grundablassleitungen auf einer Höhe von 308 m über NN mit einem Durchmesser von 1500 mm, die eine Wassermenge von insgesamt 70 m3/s ableiten können.
Hochwasserschutz
Der zulässige Höchstwasserstand des Stausees beträgt 361 m über NN, während die Mauerkrone bei 362 mm über NN liegt.
Da die zugeführte Wassermenge mit den unterschiedlichen Niederschlagsmengen im Verlauf der Jahreszeiten variiert, muss einerseits sichergestellt sein, dass eine Mindestmenge an Wasser für die Aufbereitungsanlage zur Verfügung steht und andererseits bei Zuleitungsspitzen keine Hochwasserkatastrophen entstehen. Der Hochwasserüberlauf ermöglicht eine kontrollierte Ableitung von bis zu 230 m3/s. Die Gewalt der herabstürzenden Wassermengen wird zum einen durch eine besondere Treppenführung, zum anderen durch das Tosbecken abgemildert.
Die Kontrolle der Stauanlage
An der Stauanlage werden genaue und ständige Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Überall in der Mauer gibt es Wasserableitungsrohre, die das Wasser ableiten, das in sehr geringen Mengen durch die Mauer dringt. Druck und Menge dieses Wassers werden genauestens überwacht und sind wichtige Indikatoren für Veränderungen in der Staumauer. Außerdem befinden sich in der Mauer mehrere Pendel, die die geringsten Bewegungen der Mauer oder des Fundaments registrieren.
Die Wasseraufbereitungsanlage
Die Aufbereitungsanlage ist in einem Gebäudekomplex vor der Staumauer untergebracht. Zur Aufbereitung wird das Wasser aus dem See zur Schieberkammer geleitet. In benachbarten Hallen erfolgt die Aufbereitung über verschiedene Reaktions- und Klärbecken sowie Sandfilter, schließlich wird es in einem unterirdischen Sammelbecken vorgehalten und über Rohre zur Verteilung abgeleitet. Zur Wasseraufbereitungsanlage gehören außerdem Verwaltungs- und Lagergebäude sowie mehrere Wohngebäude für das Betriebspersonal.
Historische Daten
Die Anlage wurde 1935 geplant und sollte der Wasserversorgung der Stadt Eupen, vor allem aber ihrer Industrie dienen. Sie wurde 1950 eingeweiht.
Ein Besuch der Talsperre:
Die Wesertalsperre ist eine sehr besucherfreundliche Anlage: ein Restaurant mit Aussichtsterrasse, ein Aussichtsturm, ein Spielplatz, ein Lehrpfad und Wanderwege lassen keine Wünsche mehr offen.
Außerdem sind Führungen für Gruppen möglich. Hier können Sie nachfragen beim kulturellen Komitee der Stadt Eupen, Tel. 0032-(0)87-740028.









