Zur Textnavigation
Inhalt anzeigen

Kontrast: hell dunkel
Schriftgröße light
Deutsch Francais Sprache wechseln
Sie sind hier : Projekte
Die Dolde der Herkulesstaude

Bekämpfung der Herkulesstaude im Einzugsbereich der Prüm

Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), auch Riesen-Bärenklau genannt, ist eine bis zu 5 m hohe Pflanzenart mit sehr starker Ausbreitungsdynamik, die einheimische Pflanzen verdrängen kann und so zu einem Rückgang der Biodiversität führt.

Während der letzten 10-15 Jahre hat sich die Herkulesstaude im Gewässereinzugsbereich der Prüm, insbesondere oberhalb des Stausees Bitburg, sehr stark verbreitet. Sie kann durch Einwanderung in Wiesen und Weiden auch wirtschaftliche Schäden für landwirtschaftliche Betriebe nach sich ziehen. Für Menschen und Tiere stellt sie eine ernsthaft gesundheitliche Bedrohung dar: Der Pflanzensaft führt bei Hautkontakt in Verbindung mit UV-Strahlung zu schweren Hautschädigungen (Verbrennungen, Ödemen, Karzinome) und kann zu Fieber und Kreislaufkollaps führen. Aufgrund dieser von der Pflanze ausgehenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gefährdung für Mensch und Tier, hat der Kreistag des Eifelkreis Bitburg - Prüm beschlossen, Maßnahmen gegen die Ausbreitung zu ergreifen, und zwar zunächst im Einzugsbereich der Prüm oberhalb des Stausees Biersdorf. Erfahrungsberichte über die Bekämpfung der Herkulesstaude in anderen Regionen Deutschlands zeigen, dass der gezielte Einsatz effektiver Methoden über mehrere Jahre notwendig ist.


Grundlage der Bekämpfung war eine Standortkartierung des Planungsbüros BGHplan aus dem Jahr 2007. Die Anzahl der erfassten Herkulesstauden lag in der Größenordnung von ca. 10.000 bis 12.000 Stück. Massenvorkommen liegen größtenteils im Ufer- und Auenbereich der Prüm selbst. Weitere dichte Bestände findet man in den Tälern von Mehlenbach, Möhnbach, Alfbach und Bierbach.


Die Pflanzen werden je nach Standort bekämpft durch
• Ausstechen bzw. Ausgraben der Speicherwurzel in 10-15 cm Tiefe,
• Fräsen mit Allradschlepper und
• Herbizideinsatz
Bei allen Arbeiten ist Schutzbekleidung erforderlich.


Projektträger: Eifelkreis Bitburg-Prüm


Projektmanagement: Naturpark Nordeifel e.V.


Durchführung der Maßnahmen: Bürgerservice GmbH


Gesamtbudget: 130.000 €
90 % Landesmittel im Rahmen von „Aktion blau", 10 % Mittel des Eifelkreises Bitburg Prüm


Projektzeitraum: 2008 -2011


Kontakt: Naturpark Nordeifel e.V.
Tiergartenstraße 70
54595 Prüm
Tel.: 06551-985755


 

 



nach oben