Die Hocheifel
Wenn Sie die Hocheifel besuchen, werden Ihnen die langgezogenen, hohen Bergrücken mit ihren ausgedehnten, einsamen Wäldern auffallen.
Die reichen Niederschläge, die an den Nordwestseiten dieser Bergrücken abregnen, haben hier für die Entstehung eines dichten Netzes aus Bächen und Bachtälern gesorgt. Im Winter bietet der Niederschlagsreichtum häufig Schneeverhältnisse, die Langlauf- und Abfahrtsski erlauben. Am Südostrand des Naturparks liegt mit der Prümer Kalkmulde das zweite, kleinere Stück der Kalkeifel im Naturpark.
Wälder und Grünland der Hocheifel
Ommerscheider und Losheimer Wald, Schneifel und Duppacher Rücken sind die großen, ungeteilten Waldgebiete der Hocheifel. Mit stattlichen 689 Metern ist der "Schwarze Mann" in der Schneifel die höchste Erhebung im Gebiet.
Der Name der Schneifel leitet sich von "Schnee-Eifel" ab - und er kommt nicht von ungefähr: Die Wolken, die aus dem Nordwesten vom Atlantik her kommen, kühlen beim Anstieg über die fast 700 Meter hohen Gipfel stark ab und regnen oder schneien ihren Wassergehalt auf die Höhen herunter. Deshalb herrscht hier vor allem an den Nordwesthängen ein kühles, niederschlagsreiches Klima.
Wasser in der Hocheifel
Nicht nur die Rureifel, auch die Hocheifel profitiert vom Niederschlagsreichtum des benachbarten Venngebietes.
Naturschutzgebiete in der Hocheifel
Historischer Bergbau in der Hocheifel
Eisen- und Bleierzbergbau sind die Industrien, die auch das Landschaftsbild der Hocheifel im Lauf der Jahrhunderte verändert haben. Die Eisenerzgewinnung war ein bedeutender Industriezweig im oberen Kylltal. Der zur Schmelzhitze notwendige Brennstoff wurde aus Buchenholz gewonnen, das zur Holzkohle verarbeitet wurde.
Eifellinie Euskirchen-Trier
Euskirchen und Trier werden durch die Deutsche Bahn verbunden. Mechernich, Nettersheim, Stadtkyll und Prüm sind nur einige der Ortschaften, die Sie über diese Bahnstrecke erreichen können.
Jäger in der Nacht
Auch in unserer heutigen Zeit werden Fledermäuse gelegentlich noch für unheimliche Nachtgestalten gehalten. In Wirklichkeit sind sie eine hochspezialisierte Tiergruppe, die es gelernt hat, den Luftraum zu erobern. Ihre Fähigkeit, nahezu lautlos in völliger Dunkelheit zu fliegen, hat viele Märchen über Gestalt und Verhalten dieser Tiere entstehen lassen.Landwirtschaftlicher Lehrpfad Schönecken
"Die Ähre des Dinkels hängt im Reifezustand herab. Man nennt das 'nickend' ", erläutert Agraringenieur Michael Schaaf und pflückt für die Besucher des landwirtschaftlichen Lehrpfades Schönecken einige Exemplare zum Ansehen. Der Anbau dieser traditionellen Kulturform des Weizens wird im Raum Prüm seit einigen Jahren wieder in Erzeugergemeinschaften gefördert.Fenne und Moore der Schneifel
Klima, Bodenbeschaffenheit und Topographie haben nicht nur im Hohen Venn, sondern auch in der benachbarten Hocheifel Moore und Heiden entstehen lassen. Hier zeichnet sich besonders die Schneifel mit dem Rohrvenn aus, aber auch aufgeforstete Flächen mit Bezeichnungen wie "Königsfenn" und "Huscheider Fenn" weisen auf ehemalige Moorgebiete hin.Hecken im Deutsch-Belgischen Naturpark
Hecken haben die Landschaft des deutsch-belgischen Naturparks seit Beginn ihrer Besiedelung geprägt und nehmen noch heute als landschaftsgestaltende Lebensräume wichtige Funktionen ein.
Obwohl die Erfindung der ersten Hecke nicht dokumentiert ist, macht es keine besonderen Schwierigkeiten, die Entstehung von Hecken herzuleiten. Hecken wurden von unseren Vorfahren wohl zusammen mit der Einsicht entdeckt, dass es sich von Ackerbau und Viehzucht angenehmer leben ließ als vom Jagen und Sammeln. Um ihre Viehherden über Nacht vor wilden Tieren zu schützen, bauten sie Gebüsche zu Verhauen aus. Sie schlossen Lücken zwischen den Gebüschen mit eingerammten Ästen und verflochten die Zweige miteinander. Einige dieser Äste schlugen Wurzeln und ergrünten: die gepflanzte Hecke war erfunden.
Im Naturschutzgebiet Wirfttal
Südlich von Stadtkyll schlängelt sich die Wirft durch ihr idyllisches Tal nach Norden und mündet schließlich in die Kyll. Bevor der Bach das Ferienzentrum "Wirfttal" erreicht, durchfließt er ein Naturschutzgebiet, das wertvolle ökologische Kleinode beherbergt.
Schiefer
In schwärzlichen, grau-braunen oder rötlichen Farbtönen formt der Schiefer in flachen Schichtungen oder steilen Falten das Landschaftsbild der Rur- und Hocheifel.. Die dramatischen Ereignisse urzeitlicher Erdgeschichte lassen sich im Eifeler Schiefergebirge wie in einem Geschichtsbuch aufblättern. Mit dem Taschenmesser kann man leicht Schicht für Schicht des Schiefers abheben und viele Jahrtausende wie im Zeitraffer durchqueren.Auf dem Schwarzen Mann
Das Waldbild der Eifel ist heute stark durch Fichtenforste geprägt, die weit über die Hälfte der Waldbestände ausmachen. Dies war nicht immer so. Die natürlichen Wälder der Eifel wurden noch in der ersten Hälfte unseres Jahrtausends ausschließlich von Laubbäumen gebildet, vor allem Eichen und Buchen.Feuer und Wasser
Die letzten Vulkanausbrüche der Eifel liegen nur etwa 10.000 Jahre zurück. Dies ist - geologisch gesehen - allerjüngste Erdgeschichte, und zahlreiche Zeugnisse dieser Periode sind heute noch erhalten. Einen interessanten Einblick in das faszinierende Geschehen des Vulkanismus erhält man in der von Maaren und Basaltkuppen geprägten Landschaft rund um den Ort Steffeln südlich von Stadtkyll.Waldwirtschaft im Einklang mit der Natur
Dass unser Wald durch Fichtenmonokulturen an Bodengüte verliert und an Erholungswert einbüßt, sind inzwischen schon fast Binsenweisheiten. Dass sich aber naturnaher Waldbau auch finanziell rechnet und wie dies umsetzbar ist, erläutert Förster Reimund Köhl während einer Führungen zu Ökologie und Ökonomie im Tettenbusch bei Prüm.Sehenswerte Lehrpfade in der Hocheifel
- Landwirtschaftlicher Lehrpfad Schönecken (Begleitheft empfehlenswert, erhältlich in der Infostätte Mensch und Natur, Prüm)
- Geologisch-Montanhistorischer Lehr- und Wanderpfad der Gemeinde Hellenthal (Begleitheft des Heimatvereins Rescheid empfehlenswert, erhältlich im Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt)
- Waldpfad Tettenbusch bei Prüm (Begleitheft empfehlenswert, erhältlich in der Infostätte Mensch und Natur, Prüm)
Wandern, Rad- und Bahnfahren in der Hocheifel
Zum Wandern empfehlen wir
- die Topografischen Karten von Belgien 1:25.000 des nationalgeografischen Instituts Brüssel, Blatt Bütgenbach-Büllingen 50/7-8, Blatt Sankt Vith 56/3-4 und Blatt Burg Reuland 56/7-8
- die Wanderkarten des Eifelvereins 1:25.000 Blatt Nr. 14 Hellenthal und Blatt Nr. 15 Erholungsgebiet oberes Kylltal
- die Karte des Eifelvereins 1:35.000 Blatt Nr. 17 Prümer Land
Zum Radfahren ist
- die Naturparkkarte 1:50.000, Südteil, geeignet.
Es gibt ein großes Spektrum an Wander- und Radlerliteratur über die Eifel in den Eifeler und Aachener Buchhandlungen.
Mit der Eifellinie in die Hocheifel
Die Bahnhöfe
- Jünkerath
- Dahlem
- Schmidtheim
können Sie aus der Richtung Euskirchen bzw. Bitburg/Trier anfahren.



















