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Sie sind hier : Landschaften - Hohes Venn

Das Hohe Venn

 

Aktuelle Informationen über den Zugang des Hohes Venns (evtl. Sperrung von Zonen) erhalten Sie beim Naturparkzentrum Botrange im Hohen Venn (B). Telefon: 0032 (0) 80 44 03 00

Moorheiden im Hohen Venn

Nach dem Aufstieg übers "Venndach" erwartet Sie auf dem Venn-Plateau eine Überraschung: Abrupt gibt der Wald den Blick auf ausgedehnte, unbewirtschaftete Torfheiden mit Pfeifengras frei. Ihr Anblick verändert sich mit den Jahreszeiten.

Im Herbst leuchtet das Pfeifengras in unverwechselbarem Rostorange, im Winter und Frühjahr bestimmt sein blasses Gelb die Farbe der Landschaft.

Knorrige Moorbirken, rundliche Buschgruppen der Öhrchenweide, vereinzelte Fichten und ausladende Ebereschen verleihen dem Moorgebiet bizarre Silhouetten.

Wasser im Hohen Venn

Vennwasser mit Schaum
Wenn Sie zu Fuß im Hohen Venn unterwegs sind, sollten Sie mit Gummistiefeln und Regenschirm ausgerüstet sein. Denn Wasser ist das alles bestimmende Element im Hohen Venn. Es fallen große Mengen an Regen und Schnee auf die Hochebene mit ihren sanft gewölbten, kaum erkennbaren Erhebungen und flachen Tälern. Die hohen Niederschlagsmengen ließen seit der Eiszeit die europaweit bedeutenden Hochmoore entstehen.

Moore und Heiden

Moosbeere

Mit etwa 4.100 Hektar Gesamtfläche liegen im Hohen Venn die größten Naturschutzgebiete Belgiens. Seit 1992 sind dort Moore und Heiden sehr streng geschützt. In zahlreichen Beschreibungen werden die beeindruckenden, weiten, unbesiedelten Flächen der Hochebene als "unberührte Natur", als "wild", "natürlich" oder "intakt" bezeichnet. Der Schein trügt. Auch das Hohe Venn ist eine Kulturlandschaft mit vom Menschen verursachten Störungen und Veränderungen.

Besucherlenkung in den Naturschutzgebieten

C-Zone
Das Venn ist ein Besuchermagnet. Erholungssuchende erleben die außergewöhnliche Landschaft beim Wandern, Fahrradfahren und Skilanglauf. Hochmoore sind jedoch ungleich empfindlicher als andere Landschaftsteile. Um die Belastungen durch den Tourismus in Grenzen zu halten, hat man Lenkungsmaßnahmen für die drastisch gewachsenen Besucherströme getroffen.

Der Vennrand

Außer Mooren und Heiden gibt es am Rande des Hochplateaus zur Rureifel und zur Hocheifel hin auch Bestände magerer Bergwiesen mit typischen Gebirgspflanzen wie Arnika, Bärwurz und schwarzer Flockenblume.

Hochmoor mit wassergefüllten Schlenken

Hochmoore im Hohen Venn

Die Rolle der Torfmoose in Hochmooren
Hochmoore sind Lebensräume, die seit der letzten Eiszeit über Jahrtausende gewachsen sind. Eine zentrale Bedeutung bei der Entstehung der Hochmoore kommt den Torfmoosen zu. In eigenen Zellen speichern sie große Mengen an Wasser und scheiden im Austausch gegen Nährstoffe Säure aus.

Wasserreiche Zeit: Schneeschmelze

Wasser im Hohen Venn

Wasser ist ein prägender Faktor in der Landschaft des Hohen Venns. Mit durch- schnittlich etwa 1.400 mm an Nieder- schlägen pro Jahr ist das Hohe Venn ein sehr niederschlagsreiches Gebiet.

Die Pflanzenwelt des Hohen Venns

Die in den Naturschutzgebieten des Hohen Venns heimischen Pflanzenarten spiegeln die besonderen Lebensbedingungen auf torfigem Boden und in feucht-kühlem Klima wieder. Sie sind typische Vertreter von Moorheiden und Mooren.

Spuren des Menschen im Hohen Venn

Die ersten eindeutigen Nachweise menschlicher Besiedlung im Hohen Venn lassen sich bis ins frühe Mittelalter zurückverfolgen. Der aus dieser Zeit stammende Nachlass ist unerwartet: eine Straße aus Stein, die auf einer befestigten Unterlage aus Holz verlegt wurde. Auch die späteren archäologischen Funde und historischen Dokumente erinnern immer wieder daran, dass das Hohe Venn kein Raum war, den die Menschen wirklich gemieden haben. Sie haben ihm vielmehr im Laufe der Jahrhunderte ihre deutlichen Spuren aufgedrückt. Begleiten Sie uns auf einer kurzen Zeitreise durchs Hohe Venn...

Tiere im Hohen Venn

Waldeidechse

Das Hohe Venn beherbergt eine spezifische Fauna, die den extremen Bedingungen der Moore angepasst ist: an das kühle Klima, an die Nährstoffarmut und die Nässe des Bodens.

Viele der eng an diese extremen Bedingungen angepassten Lebewesen sind selten und vom Aussterben bedroht. Einige sind Überreste der letzten Kaltzeit. Während sie zu jener Zeit in unseren Regionen weit verbreitet waren, wanderten sie zu Beginn der gegenwärtigen Warmzeit in die arktischen und subarktischen (Tundra-) Gebiete des Nordens ab.

In unseren Breitengraden kommen sie nur noch in Form von isolierten Gruppen in Bergregionen vor.

Sehenswerte Lehrpfade im Hohen Venn

  • Lehrpfad im Poleûr-Venn (Das Begleitbuch "Im Poleûr Venn" ist im Naturparkzentrum erhältlich)
  • Moorlehrpfad im Neûr Lowé
  • Geologischer Lehrpfad Ternell


Wandern und Radfahren im Hohen Venn

Zum Wandern empfehlen wir

  • die Wanderkarte "Hohes Venn" 1:25.000 des nationalgeografischen Instituts Brüssel,
  • die Topografischen Karten von Belgien 1:25.000 Blatt Sart-Xoffraix 50/1-2 und Blatt Elsenborn-Langert 50/7-8.

Es gibt zahlreiche Druckwerke mit Routenbeschreibungen für das Hohe Venn. Empfehlenswert ist die Serie "Grande Randonnée" mit den Nummern GR 573 und GR 56.

Zum Radfahren ist

  • die Freizeitkarten 1:50.000 "Nordeifel/Hohes Venn" des Landesvermessungsamtes NRW geeignet

Alle gängigen Wander- und Radführer sind im Naturparkzentrum Botrange käuflich.


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