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Sie sind hier : Landschaften - Vennvorland

Das Vennvorland

Wie ein breiter Bogen legt sich das Eifelvorland um den Norden des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn-Eifel. Die westliche Hälfte dieses Bogens wird auch Vennvorland genannt und ist ein Bestandteil des Naturparks. Sanft gewellte Hügel und weite Grünflächen mit Milchvieh verleihen dem Vennvorland einen lieblichen Charakter und sind ideal zum Radwandern.

Weißdornhecken im Vennvorland

Weißdornhecken
Die lange Tradition der Vieh- und Milchwirtschaft ließ hier ein dichtes Netz aus Weißdornhecken entstehen.

Historischer Bergbau im Vennvorland

Burg Raeren

An den alten Häusern in den kleinen Dörfern des Vennvorlandes erkennt man das Gestein, das sonst unter dem Boden versteckt ist:

Der "Blaustein" ist das typische Baumaterial vieler alter Bauten, z.B. der Burg Raeren.

Galmeiflora

Galmeiveilchen
Das Vorkommen von Zink und Blei im Stolberger Raum beschert uns eine weitere ökologische Besonderheit: die Galmeiflora.

Wald im Vennvorland

Der Anstieg zum Hohen Venn, Vennabdachung genannt, wurde wegen des schlecht zu bearbeitenden Bodens kaum besiedelt oder landwirtschaftlich genutzt.

Wasser im Vennvorland

Gileppe-Talsperre

Drei Talsperren des imposanten Wasserreservoirs im Naturpark liegen im Vennvorland. Sie werden von zahlreichen Bächen mit Wasser aus dem niederschlagsreichen Venngebiet und der Rureifel gespeist. Trink- und Brauchwassergewinnung genießen hier absolute Priorität, daher sind hier Baden und Wassersport nicht erlaubt. Dafür werden Sie jedoch durch beeindruckende Landschaftsbilder mit ausgedehnten Wäldern und stillen Seen entschädigt.

Geleerter Sandfilter

Unser Trinkwasser

Wenn's regnet, stöhnen die einen, und die anderen freuen sich. Denn das Trinkwasser der Eifel wird aus den Niederschlägen des Hohen Venns und der nördlichen Eifel in Talsperren gesammelt und aufbereitet.

Mauerkrone und Stausee. Im Vordergrund die Schleusen des Hochwasserüberlaufs

Die Wesertalsperre

Die Wesertalsperre in Eupen stellt täglich 82.500 m3 aufbereitetes Wasser bereit.
Naturschutzgebiet Struffelt

Naturschutzgebiet Struffelt

Auf über 450 m erhebt sich der unbewaldete Struffeltkopf mit seinen nährstoffarmen Lehmböden am Rande des Eifeldörfchens Rott. Er überragt seine Umgebung um fast 100 Meter, und es kommt nicht von ungefähr, dass die von Westen heranziehenden Wolken sich hier abregnen und dem Gebiet 1100 mm Niederschlag im Jahr bescheren.
Besuchergruppe auf dem Schlangenberg

Naturschutzgebiet Schlangenberg

"Sie befinden sich in einem der seltensten Biotope der Eifel", erläutert Biologe Ulrich Haese während der Führung über den Schlangenberg. Die Besucher haben gerade die erste Bekanntschaft mit der Galmeiflora gemacht, einer Pflanzengemeinschaft, die sich im Laufe der Evolution an schwermetallhaltigen Boden als ihren Lebensraum anpassen konnte. Galmei enthält Zink, Blei und Manganverbindungen zu unterschiedlichen Anteilen. Sein Vorkommen im Boden ist die besondere Eigenart dieses Naturschutzgebietes.
Schlangenberg

Auf den Spuren von Kupfer und Messing

Der Name "Galmei" beschreibt das Vorkommen von Zink und Blei im Boden. Auf solchen schwermetallhaltigen Böden findet man die Galmeiflora, eine Pflanzengemeinschaft, deren Arten sich im Laufe der Evolution an diese - für sie durchaus giftige Umwelt - anpassen konnten. Galmeigebiete gehören zu den seltensten Biotopen der Eifel.
Lehrtafel zum Eisenvorkommen in Mulartshütte

Auf den Spuren des Eisensteins - Hist. Eisenindustrie im Vichttal

Es passt meist nur schwer in die Vorstellung der heutigen Eifelbesucher, dass in vielen der idyllischen Bachtäler in den vergangenen Jahrhunderten Hochöfen glühten und lärmende Hammerwerke den Arbeitsalltag der Menschen bestimmten. Eines dieser Täler ist das Vichttal bei Stolberg. Ortsnamen wie "Mulartshütte" oder "Junkershammer" weisen dort auf die ehemalige Eisenindustrie hin.

Lehrpfade im Vennvorland

  • Wasserlehrpfad der Wesertalsperre Eupen, an der Staumauer
  • Informationstafel "Historische Eisenindustrie", Mulartshütte Ortskreuzung
  • Kalkofenwanderweg, Naturschutzgebiet und Freizeitgelände bei Walheim
  • Waldlehrpfad am Forsthaus Zweifall (Ortsende Richtung Hürtgenwald)

Wandern, Rad- und Bahnfahren im Vennvorland

Zum Wandern empfehlen wir

  • die Topografische Karte von Belgien 1:25.000 Blatt 43/5-6
  • die Wanderkarte "Hohes Venn" 1:25.000 des Nationalgeografischen Instituts Brüssel
  • die Wanderkarten des Eifelvereins Blatt Nr. 01 Euregio Maas-Rhein, Blatt Nr. 1 Eschweiler-Stolberg und Blatt Nr. 2 Dürener Rureifel

Zum Radfahren sind

  • die Freizeitkarten 1:50.000 "Nordeifel/Hohes Venn" und "Aachen/Jülicher Börde" des Landesvermessungsamtes NRW geeignet.

Es gibt ein großes Spektrum an Wander- und Radlerliteratur über die Eifel in den Eifeler und Aachener Buchhandlungen.

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