Projekte im Deutsch-Belgischen Naturpark
Ein Schwerpunkt der Naturparkarbeit ist die Entwicklung und Umsetzung von Förderprojekten zum Natur- und Landschaftserlebnis, zur nachhaltigen Regionalentwicklung und zum Naturschutz. Mit der Unterstützung der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland, der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, der Kreise und Kommunen sowie durch Stiftungen und Sponsoren werden zahlreiche Projektideen umgesetzt.
Von der Gründung des Naturparks 1960 bis zum Jahr 2003 konnten so rund 23 Mio. € an Fördermitteln in die Region Eifel investiert werden. Nachfolgend sind einige Projekte aus der zurückliegenden und aktuellen Projektarbeit aufgeführt.
Bioenergieregion Eifel
Mit dem Konzept „Bioenergieregion Eifel" haben die drei benachbarten LEADER-Regionen „Eifel" in Nordrhein-Westfalen sowie „Bitburg-Prüm" und „Vulkaneifel" in Rheinland-Pfalz erfolgreich am Bundeswettbewerb Bioenergie-Regionen teilgenommen.
Der Römerkanal-Wanderweg
Weiterentwicklung des Römerkanal-Wanderweges zu einem vernetzten Gesamtangebot
für den Wandertourismus
zwischen Nettersheim (Eifel) und Köln
Netzwerk der Naturpark in der Großregion
Eifeler Naturpark im europäischen Netzwerk
Die Europäische Union fördert die Zusammenarbeit von 9 Naturparken aus Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich.
Natur für Alle in Natura 2000-Gebieten der Eifel
Innovatives Naturerlebnis in der Eifel
Der Eifeler Naturpark war erfolgreich im touristischen Projektwettbewerb "Erlebnis.NRW - Gesucht: Die besten Ideen für Tourismus und Naturerlebnisse in NRW".
Das Gesamtprojekt kann jetzt in einem Umfang mit 1,275 Mio. € umgesetzt werden.
Netzwerk Naturzentren
Stärkung der Naturzentren in der Eifel als touristisches Gesamtangebot.
Barrierefreies Naturerlebnis in der Eifel
Entwicklung der Möglichkeiten zum Natur-und Landschaftserlebnis in der Eifel für behinderte Besucherinnnen und Besucher. Gefördert durch das Umweltministerium des Landes NRW.
Eifel-Blicke
Entwicklung herausragender Aussichtspunkte in der nordrhein-westfälischen Eifel. Gefördert durch das Land NRW und die Europäische Union.
Bekämpfung der Herkulesstaude im Einzugsbereich der Prüm
Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), auch Riesen-Bärenklau genannt, ist eine bis zu 5 m hohe Pflanzenart mit sehr starker Ausbreitungsdynamik, die einheimische Pflanzen verdrängen kann und so zu einem Rückgang der Biodiversität führt.
Flusspartnerschaft Our
Einer der größten Naturschätze im Eifeler Raum sind zweifellos die zahlreichen Wasserläufe mit ihrer faszinierenden Vielfalt an Landschaftsbildern. Eine besonders imposante Gegend ist das Ourbecken.
Heckenpflege in der Eifel
Eine besondere pflanzliche Artenvielfalt wächst in der Übergangszone zwischen Hecken und angrenzenden Wiesen und Weiden. Hier finden sich sowohl Arten aus dem lichten Wald wie Himbeeren, Fuchskraut und Weidenröschen als auch Pflanzen der umgebenden Wiesen und Weiden wie Glatthafer, Wiesenkerbel, Wiesenbärenklau, Labkraut und Zaunwinde.
Heiden, Moore, Wiesen... als Bausteine für ein Deutsch-Belgisches Biotopnetzwerk
Das Landschaftsbild der Eifel ist das Ergebnis land- und forstwirtschaftlicher Nutzung. In früheren Zeiten beweideten vielfach Schafe das Land, wozu auch Heiden, Moore, Borstgrasrasen und Feuchtwiesen gehörten. Diese Ödländer beherbergen zahlreiche bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Im deutsch-belgischen Grenzraum gibt es noch zahlreiche Restflächen, die jedoch ganz zu verschwinden drohen. Eine nachhaltige Pflege sichert diese Lebensräume und trägt damit entscheidend zum Erhalt der landschaftlichen Vielfalt bei. Hierdurch profitieren neben dem Naturschutz auch Landwirtschaft und Tourismus in dieser strukturschwachen Region des deutsch-belgischen Grenzraumes. In einem Interreg III Projekt der Europäischen Union wird daher die Sicherung und Entwicklung von Heiden, Mooren und Wiesen mit deutschen und belgischen Partnern umgesetzt.
Schutz und Pflege von grenzüberschreitenden Tälern und Wasserläufen.
Grenzübergreifende Naturschutzprojekte
Lebensräume machen vor politischen Grenzen nicht halt. Die besondere Bedeutung grenzüberschreitender Naturschutzprojekte liegt in der Fortsetzung eines gleichartigen Biotopmanagements für schützenswerte Lebensräume diesseits und jenseits der Staatengrenze. Nur durch grenzübergreifende Verständigung und Planung konnten sinnvolle Maßnahmen für grenzüberschreitende Lebensräume umgesetzt werden.
Landschaftsinterpretation im Deutsch-Belgischen Naturpark
Der Verein Naturpark Nordeifel, deutscher Träger im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn - Eifel, setzt sich seit über 40 Jahren für den Naturschutz und die umweltverträgliche Erholung in der Eifel ein. Im Rahmen des Förderprojektes Landschaftsinterpretation der Europäischen Union konnten die infrastrukturellen Grundlagen für einen nachhaltigen Tourismus in der Region deutlich verbessert werden. Mit Lehr- und Erlebnispfaden, Wandertouren, Naturzentren, Umweltbildungsprogrammen und einer breiten Öffentlichkeitsarbeit wird den Menschen die Landschaft interpretiert und vermittelt. Mit diesem Projekt unterstützt der Deutsch-Belgische Naturpark die nachhaltige Entwicklung der Region.




























